First Contact – Nylonliebe für Teens

Kapitel 1
Es war laut und die Schüler der 10. Klasse der städtischen Realschule tollten wie wild durch den Raum, als Herr Winkler eintrat und laut verkündete, das jetzt gefälligst Ruhe herrschen sollte. Seine strenge Stimme hallte wie ein Donner durch den Gruppenraum und die wilde Horde blieb wie erstarrt stehen und wagte keinen Pieps zu machen.
Eigentlich paßte diese Stimme nicht zu Herrn Winkler. Er war eher von zierlicher Figur mit kurzen blonden Haaren und bei den Mädchen durch seine lockere Art mehr als nur beliebt. Um so mehr erstaunte dieser Auftritt die Horde und sie waren gespannt was er nun zu verkünden hatte.
“ Jetzt seid doch bitte still! „, begann er “ Eure Lehrerin, Frau Schneider, ist leider für unbestimmte Zeit erkrankt, daher werde ich ihre Vertretung übernehmen… „, es erhob sich ein tosender Jubel unter den Mädchen, denen es nur Recht war, daß ihre verhaßte Lehrerin vorerst nicht mehr kommen würde und sie ihren Lieblingslehrer nun ganz für sich hatten. Herr Winkler ließ den Jubel verklingen und machte sich auf den Weg zum Lehrerpult, als ihn Alyna am Ärmel zupfte und fragte: “ Und was ist mit unserer Show, die machen wir doch trotzdem, oder?“.

Sie sollten zum Jahresabschluß eine Playbackshow aufführen und Alyna freute sich schon sehr darauf, denn sie liebte es sich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen. Wie alle Mädchen in ihrem Alter, wollte auch sie unbedingt ein Showstar werden. Als sie noch im Kindergarten war, wollte sie jeden Tag in einer anderen Verkleidung dorthin gehen und ihre Eltern hatte große Schwierigkeiten ihr klar zumachen, das nicht das ganze Jahr über Fasching sei.
„Wenn ich groß bin, möchte ich so schön wie Mama sein“ tönte sie immer, wenn sie in die viel zu großen Pumps ihrer Mutter gestiegen war und unter dem Applaus ihres Vaters durch den Flur schlurfte. „Du wirst noch viel schöner als Deine Mutti.“, pflegte ihr Vater ihr dann immer ins Ohr zu flüstern, wenn er sie stolz an sich drückte und sie zärtlich küßte.
Ihre Mutter war wirklich eine schöne Frau, und erfolgreich obendrein. Als Managerin in einer Bank sorgte sie für einen ebenso großen Teil des Familieneinkommens wie ihr Vater, der ein gut gehendes Textilunternehmen besaß. So wuchs Alyna in einer wohlhabenden und glücklichen Umgebung auf.

Die Ankündigung von Herrn Winkler hatte ihr wirkliche Angst eingejagt, daß die Show nun nicht mehr aufgeführt werden sollte, wenn ihre Lehrerin nicht mehr Regie führen konnte.
„Mach Dir keine Sorgen,“ sagte Herr Winkler „die Show wird wie geplant statt finden, wenn ihr fleißig in der Probe seid. So, jetzt aber die Mathehefte raus.“
„Buuhh!“ ging es durch den Raum, aber auch das half nichts.
„Mann, hatte ich einen Schiß.“ flüsterte Alyna zu ihrer Freundin Ria “ Meine Mutter hat schon Sachen für mein Kostüm eingekauft, das wäre eine schöne Pleite gewesen.“ Ria schaute neugierig und wollte gerade fragen was ihre Mutter den gekauft hätte, als Herr Winkler mahnend in ihre Richtung schaute und sie sich die Frage lieber bis zum Ende des Unterrichtes aufhob.
Der Rest des Schultages verlief wie immer und alle waren froh als die Schulglocke sein Ende verkündete. Zum Glück war Freitag und am Wochenende hatten sie viel vor.

Alyna machte sich gerade auf den Heimweg, als Ria hinter ihr her gehastet kam.
„Warte Alina!“ rief sie.
Alyna blieb stehen und wartete auf ihrer Freundin
„Nun, mach schon“ rief sie ihr zu. „Meine Mutti ist heute nachmittag nicht zuhause, kann ich noch mit zu Dir kommen?“ fragte Ria etwas atemlos.
„Natürlich, aber da brauchst du doch nicht zu fragen.“ sagte Alyna. Ria kam oft nach der Schule mit zu ihr, deshalb fand Alyna es komisch, das Ria extra fragte. Alynas Mutter war mittags fast nie da und bereitete immer genug für zwei zum Mittagessen vor, so daß es sich mittlerweile schon eingebürgert hatte, das Ria nach der Schule mit zu ihr kam.
„Ich dachte nur du wolltest mit deinen neuen Sachen erstmal alleine sein.“ entschuldigte sich Ria ohne dabei zuzugeben, daß sie unheimlich neugierig darauf war, was Alynas Mutter gekauft hatte.
„Ich weiß doch auch noch nicht was sie für mich hat, sie hat mir heute morgen nur gesagt, das sie etwas hat, ich bin auch total gespannt.“

„Was glaubst du denn?“ stocherte Ria.
„Ich weiß es wirklich nicht, aber ich hoffe, es ist die neue Nylonstrumpfhose, die ich mir gewünscht habe.“ antwortete Alyna erwartungsvoll.
„Was? Deine Eltern lassen Dich die schon tragen?“ Rias Augen wurden ganz groß „Mein Vater sagt immer, das wäre noch nichts für mich und ich solle bei den Wollstrumpfhosen bleiben.“
„Echt? Ist das blöd. Ich hab meine erste bekommen als ich mit acht zur Kommunion mußte. Mein Papa hat gesagt, ich sehe darin schon ganz erwachsen aus.“ erwiderte Alyna sichtlich stolz.
„Inzwischen hab ich schon eine ganze Schublade voll, Mama bringt mir immer welche mit, ich darf sie aber nur zuhause oder zu schicken Anläßen anziehen, sagt sie.“ Alyna bekam einen seltsamen Gesichtsausdruck und fügte hinzu “ Komm jetzt, laß uns schnell heim gehen.“
Ria sagte nichts mehr und sah Alyna den Rest des Heimweges andachtsvoll an. Sie war stolz das Alyna ihre Freundin war, den Alyna durfte soviel mehr als sie und wirkte wirklich schon ein wenig erwachsen. Sie genoß es, bei Alyna du ihren Eltern zu sein, alles war so cool bei ihnen und insgeheim hoffte sie, das Alynas Wunsch in Erfüllung ginge.

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