Die Party und die Folgen

Es begann alles im Sommer!
Am Montag, in der großen Pause kam meine Freundin Petra zu mir, und fragte ob ich zu ihrer Party am Samstag kommen wolle.
Ich fragte sie wer denn alles kommt, und wie lange die Party gehen sollte, da meine Eltern immer wissen wollten wo ich wie lange hinging.
Sie sagte das fast alle aus unserer Klasse, einige aus der parallel – Klasse und ihr Cousin Jens kommen wollen.
(Petras`s Eltern haben ein eigenes Haus mit einem großen Garten, und daher viel Platz.)
Da sie Sturmfreie Bude hätte wäre es eine „Open End“ – Party, und ich könnte auch bei ihr schlafen.
Als ich hörte, dass Jens (ich schwärmte schon eine geraume Zeit für ihn obwohl er fast ein Jahr älter war) kommen will, beschloß ich meine Eltern zu belügen. Ich erzählte ihnen daß ich bei einer Freundin übernachten würde, weil wir einiges für die Schule erledigen wollen. (Von „Sturmfrei“ und Party sagte ich nichts) Ich bekam die Erlaubnis. Doch es lag ja noch die ganze Woche vor uns.

Nach der Schule trafen wir uns meist im Schwimmbad. Wir waren eine ausgelassene Clique, und tobten manchmal wie kleine Kinder herum. Wir warfen uns gegenseitig ins Wasser, tauchten, um den anderen unter Wasser zu ziehen, kurz wir hatten jede Menge Spaß.
Am Mittwoch war „er“ dabei – Jens.
Ich bemühte mich immer in seiner Nähe zu sein, achtete aber darauf, daß es nicht auffiel. Er sollte nicht das Gefühl bekommen, daß ich ihm nachlief.
Zwischenzeitlich bildete ich mir ein, daß auch er meine Nähe suchte. Aber verliebte sehen manches so wie sie es gerne sehen möchten.
Inzwischen war die bevorstehende Party Gesprächsthema Nr. 1.
Überall wurde getuschelt wer mit wem wie oft tanzen würde, wer mit wem knutschen würde u.s.w..
Feste Freundschaften gab es noch nicht sehr viele.
In der Mädchenriege wurde sogar über Sex getuschelt. Einige erzählten über ihre Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht.
Es kam sogar etwas Neid auf, ich könnte ja ohne Angst zu dieser Party gehen da ich wegen meiner unregelmäßigen Regel die „Pille“ nahm. Ich hatte es Petra einmal erzählt.

Die wildesten Geschichten machten die Runde.(wahrscheinlich fast alles erfunden, um mitreden zu können.)
Ich jedenfalls hatte absolut keine Erfahrungen was Jung`s angeht. Mal ein Freundschaftskuß. Mehr war noch nicht.
Aus dem Bio – Unterricht wußte ich theoretisch was es mit dem ganzen auf sich hat, aber ansonsten hatte ich null Ahnung. Ich hatte bisher noch nicht einmal versucht es mir selbst zu machen.
Wie „er“ da unten aussieht hatte ich schon gesehen, schließlich habe ich einen Bruder.
Den Rest meines Wissens hatte ich aus meiner „Bibel“ – Der Bravo.
Mir war inzwischen egal was die anderen erzählten, ich hielt mich einfach zurück.

Freitag:
Wieder waren wir im Schwimmbad. Heimlich beobachtete ich Jens. Ich lag auf meiner Decke und tat so als ob ich schlief. Durch meine dunkle Sonnenbrille konnte er meine geöffneten Augen nicht sehen. Als er sich abtrocknete bemerkte ich, daß auch er mich sehr genau ansah. Ich spürte seine Blicke, die über meinen Körper wanderten. Es tat mir gut. Die anderen kamen nun auch zurück, und ich „wachte“ auf. Irgend etwas war ab diesem Moment anders.
Jens kam mir plötzlich verändert vor. Als wir dann alle nach Hause gingen, brachte er mich bis zu Haustür.
Er verabschiedete sich freundlich, und meinte das er sich auf die Party freut, und unbedingt mit mir tanzen wolle.
Ich ging in mein Zimmer und schwebte auf Wolke sieben. Ich wühlte in meinen Bravo`s, und versuchte herauszufinden wie ich mich nun verhalten muß. Aber es gab keine „Bedienungsanleitung“. Es dauerte lange bis ich endlich einschlief.

Endlich Samstag:
Der Tag wollte nicht vergehen. Schwimmen war heute nicht, da jeder damit beschäftigt war sich auf den Abend vorzubereiten. Wie Kaugummi zog sich der Vormittag dahin.
Ich fing an meine Tasche zu packen, da ich ja bei Petra schlafen würde.
Dann überlegte ich was ich am Abend anziehen könnte. Es war gar nicht so einfach das richtige zu finden.
Einmal war mir alles zu gewagt, dann wieder zu spießig. Dann zu bunt, dann wieder zu trist. Ich rief Gabi an, die auch kommen wollte und fragte sie was sie anziehen würde. Die Antwort half mir aber auch nicht weiter. Ich entschied mich schließlich für eine weiße Sommerhose und ein dazu passendes Top. Dann ging ich ins Bad.
Ausgiebig baden , Haare waschen, die paar Haare unter den Armen entfernen, Hand- und Fußnägel dezent lackieren. (ich wollte schließlich Eindruck auf Jens machen)
Langsam wurde es Zeit zum anziehen. Fertig!

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