Eine Füllung, Bitte

Die jährliche Routinekontrolle beim Zahnarzt steht an. Inzwischen bin ich ein großes Mädchen, und der einzige Grund, wieso ich noch aufgeregt bin, ist der, dass ich einen Crush auf den Mann mit dem weißen Kittel habe. Schon seitdem ich denken kann.

Dabei ist sein attraktives Äußeres eher nebensächlich. Es sind vor allem seine vorsichtigen Berührungen und seine beruhigende Stimme, die mich wuschig machen. Und seine Anweisungen natürlich, denen ich brav gehorchen muss.

Jedes Mal, wenn ich die Praxis verlasse, habe ich ein feuchtes Höschen, weil mein Verstand vollkommen mit mir durchgeht und sich Dinge ausmalt, die kein Mensch erfahren darf.

»Hallo Nina«, begrüßt er mich am Empfang. Er schüttelt sogar meine Hand, obwohl das Schild ›Wir verzichten aufs Händeschütteln‹ aus Pandemie-Zeiten noch immer an der Wand hängt.

»Hallo Doktor Stegel. Haben Sie heute gar keine Assistenz?«

»Nein, bedauerlicherweise nicht. Die haben sich beide kurzfristig krankgemeldet. Und ich bin auch ziemlich überfordert.« Nachdem er meine Karte gescannt hat, sagt er: »Nimm bitte im Wartezimmer Platz, falls du noch einen Stuhl findest. Es könnte etwas länger dauern.«

Seine Prognose trifft zu. Erst nach fast zwei Stunden bin ich an der Reihe. Heute hat er wohl einen besonders harten Tag. Der einzige Lichtblick ist der, dass das Wochenende bald beginnt.

»Hi«, sagt er und schüttelt meine Hand ein zweites Mal, als ich sein Zimmer betrete. »Setz dich, bitte.«

Ich rutsche auf den gemütlichen Sessel und schwinge meine Beine auf die Ablage. Ob ihm auffällt, dass ich seit meinem letzten Besuch nochmal ordentlich an Oberweite zugelegt habe? Und wie schön ich für ihn geschminkt bin?

Unwahrscheinlich.

»Routinekontrolle?«, fragt er.

»Ja, genau. Die jährliche.«

»Gut«, sagt er und atmet erleichtert aus. »So vorbildlich, wie du deine Zähne immer putzt, sollte das ja schnell gehen. Und dann kann ich mir vielleicht fünf Minuten Pause gönnen.«

»Das hoffe ich doch.«

Er hockt sich auf seinen Drehstuhl und schlittert anmutig über den Linoleumboden. Zu einem PC, zu einem Tisch, und dann zu mir zurück.

Hach, er ist so toll. Wie selbstbewusst er durch sein kleines Reich navigiert.

»So«, sagt er, und berührt mein Kinn mit seinen Gummihandschuhen. »Mund auf, ganz weit.«

Ich tue, was er sagt, und spüre einen sinnlichen Schauer bis zu meinem Beckenboden hinabziehen, als er sich über mich beugt und mich begutachtet.

Keine Ahnung, ob es Einbildung ist, aber es kommt mir so vor, als würde er mir öfter als sonst in die Augen sehen. Vielleicht, weil ich jetzt ein großes Mädchen mit Kurven bin, und für ihn doch endlich als Sexualpartnerin in Frage komme …

Es wäre echt mein Traum, einmal von ihm gevögelt zu werden. Genau hier, auf diesem Sessel. Es würde schnell und reibungslos gehen. Nicht umsonst habe ich einen kurzen Stoffrock und das fadenscheinigste Stück Unterwäsche an, das ich finden konnte. Er müsste nur einmal etwas fester an meinem Höschen ziehen, und schon würde es auseinanderreißen. Und dann stünde uns nichts mehr im Weg.

»Du hast wirklich tolle Zähne«, schwärmt er. »Mit Abstand die schönsten, die ich diesen Monat gesehen habe.«

Die Röte steigt in mir hoch. Und dann steigt noch mehr Röte in mir hoch, weil er mit Sicherheit mitbekommt, dass die Röte in mir hochsteigt.

Obwohl Doktor Stegel weiß, dass mich seine Komplimente immer total aus dem Konzept werfen, kann er es nicht lassen, mir welche zu machen. Ich glaube, er empfindet so etwas wie Schadenfreude und amüsiert sich an meiner Reaktion.

Gott, er ist so heiß.

Und jetzt fummelt er mit seinem Finger auch noch an meinem Zahnfleisch rum. Das ersetzt jedes Vorspiel.

Wie es wohl wäre, mit so einem Gummihandschuh befriedigt zu werden?

Es würde sich bestimmt total unpersönlich anfühlen, mit dieser Barriere. Kommt die Körperwärme da überhaupt richtig durch?

Ich werde es wohl nie erfahren …

»Du hast deine Zähne doch nicht gebleicht, oder?«

Ich schüttele meinen Kopf.

»Wirklich der Wahnsinn, wie weiß die strahlen. Du putzt die bestimmt drei Mal am Tag. Und bist wahrscheinlich die Einzige hier, die die verdammte Zahnseide benutzt.«

Jetzt muss ich kichern. Und ich hoffe, dass er mein Kichern süß findet. So süß, dass er eine stahlharte Latte in seiner engen Hose bekommt.

Während er irgendwas von seinem wohlverdienten Urlaub erzählt und in meinem Mund herumfummelt, driften meine Gedanken weiter ab.

Wie gerne würde ich meine Hand in seinen Nacken legen und seinen Kopf zu mir ziehen. Von ihm abgeknutscht werden, mit Zunge, und das rohe Verlangen schmecken, das hinter seinen Küssen liegt.

Und dann … nur ein einziges Mal, auf diesem Stuhl gefickt werden.

Ich hätte auch kein Problem damit, wenn es nur ein Quickie ist, und er nach ein paar Sekunden in mir abspritzt. Es wäre mein innigster Wunsch, der in Erfüllung geht.

Ob es unangebracht wäre, ihn nach einer Füllung zu fragen? Ich hätte echt Spaß daran, ihn mit meinen zweideutigen Kommentaren ebenfalls ein wenig aus dem Konzept zu bringen.

Nein, das kann ich nicht machen …

»Eigentlich wär’s das dann auch schon«, meint Doktor Stegel.

Was, jetzt schon? Normalerweise nimmt er sich viel mehr Zeit für mich.

»Oder hast du noch einen Wunsch?«, hakt er nach.

Ich lege meinen Kopf schief, sage kein Wort, und sehe ihn einfach nur verträumt an.

Er hält seine Finger vor mein Gesicht und versucht mit seinem Gummihandschuh zu schnippen, was ihm aber eher schlecht als recht gelingt. »Erde an Nina.«

Mir entgleitet ein frustriertes Seufzen, ehe ich vom Sessel rutsche. Der checkt auch gar nichts.

Doktor Stegel hält mich sanft am Handgelenk fest. »Hey, wieso hast du mich jetzt so angesehen?«

Wir schauen uns ein weiteres Mal tief in die Augen.

»Ich bin total verknallt in Sie«, platzt es plötzlich aus mir raus. »Ist das nicht offensichtlich?«

Es folgt eine lange Stille, in der er wohl nach den richtigen Worten sucht. »Ähm. Tut mir leid, das zu hören«, meint er schließlich.

Ich lache nervös. »Ja, mir tut es auch leid.«

Mit hastigen Schritten gehe ich zur Tür. Kurz, bevor ich an der Klinke bin, sagt er: »Warte.«

Ich drehe mich um. »Was ist?«

Er kommt auf mich zu. »Versteh das bitte nicht falsch. Es ist nicht so, dass ich dich nicht attraktiv finden würde, oder so.«

»Sondern?«

»Ich kann nichts mit einer Patientin anfangen«, sagt er leise. »Und erst recht nicht mit einem Kind.«

»Wissen Sie überhaupt, wie alt ich bin? Neunzehn. Also schon längst erwachsen.«

»Setz dich bitte nochmal. Nicht, dass man uns hört.«

Ich gehe zum Sessel zurück und hocke mich auf die Kante, den Blick zum Boden gerichtet. Nun schießt mir die Schamesröte so richtig ins Gesicht, da mir klar wird, in was für eine peinliche Situation ich mich hier eigentlich gebracht habe. »Das hätte ich nicht sagen sollen«, bringe ich gequält hervor.

»Nein, es ist immer gut, zu kommunizieren«, meint er. »Du hast alles richtig gemacht.«

Ich vergrabe meinen Kopf in meinen Händen. »Es ist so peinlich …«

»Nina, schau mich an.«

Ich schlucke schwer und sehe nach ein paar Sekunden vorsichtig zu ihm hoch. Er hat seine Atemmaske abgenommen und lächelt mich an, voller Mitleid. Aber dadurch fühle ich mich nur noch schlechter.

Was habe ich mir nur gedacht?

Nun tätschelt er meinen Rücken, behutsam wie ein Dad, der seinem Töchterchen sagen möchte, dass alles in Ordnung ist. Leider stürzt mich die Berührung nur noch tiefer ins Gefühlschaos, da sie die schönsten Emotionen hervorruft.

Er streicht mir eine blonde Strähne hinters Ohr. »Du bist wirklich ein wundervolles Mädchen«, sagt er. »Aber wir können das nicht machen.«

»Wovon reden Sie überhaupt?«

»Na ja, dass wir uns küssen, oder was auch immer du im Sinn hattest.«

»Löst mein Anblick echt gar nichts in Ihnen aus? Ich bin eine halbe Ewigkeit im Bad gestanden, um mich für Sie aufzubrezeln.«

»Wie ich schon sagte, du siehst echt toll aus. Aber ich kann nichts mit meinen Patientinnen anfangen.«

»Und wenn wir uns einfach so begegnet wären, auf der Straße? Hätte ich dann eine Chance bei Ihnen gehabt?«

»Natürlich.«

»Dann gehe ich ab sofort eben zu einem anderen Zahnarzt. Problem gelöst.«

Er lacht nervös. »Oh Mann. Du bist echt schräg drauf.«

Während sein Blick abwechselnd zwischen meinen Augen und meinem tiefen Ausschnitt hin und her geht, kommt es mir so vor, als würde sich die Atmosphäre im Raum schlagartig mit einer immensen Spannung aufladen. Als hätte es einen Schalter in seinem Hirn umgelegt. Als hätten ihm seine Instinkte zugeflüstert, dass er sich diese süße Maus, die sich ihm so bereitwillig anbietet, auf keinen Fall entgehen lassen darf.

Ich wittere meine Chance und strecke meine Hand nach ihm aus. Er nimmt sie zögerlich entgegen und hält sie fest. Ein paar Sekunden später streichelt er meinen Handrücken mit seinem Daumen.

Glücksgefühle sprudeln so heftig in mir hoch, dass ich nicht mehr klar denken kann — falls das in dieser Praxis je der Fall war.

Ich berühre seinen Kittel, streiche ihn beiseite, lande am Bund seiner Jeans. Als ich seinen Schritt abtaste, finde ich eine harte Beule vor. Ich drücke sie sanft.

Der Mund meines Zahnarztes geht auf, seine Augen ein Stück zu. Nach all dem Stress muss es sich himmlisch anfühlen, dort angefasst zu werden. So himmlisch, dass kein Protest mehr über seine Lippen geht.

»Es wird niemand erfahren«, versichere ich ihm. »Versprochen.«

»Du bist verrückt«, haucht er leise, aber die Erregung schwingt nur so in seinen Worten mit.

»Nur ein kurzer Fick, damit Sie etwas Druck ablassen können. Sie haben es sich verdient.«

»Du bist verrückt …«, wiederholt er, beinahe geistesabwesend.

Spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass diese irre Sache passieren wird. Dass ich ihn gleich in mir spüren werde. Dass mein Traum wahr wird. Und das befördert meine Lust nochmal auf ein ganz anderes Level.

Ich öffne seinen Hosenknopf mit einem geschickten Griff. Die restlichen, kleinen Knöpfe am Hosenstall springen quasi wie von alleine auf, so sehr drückt sein Glied gegen den Stoff.

Mit rasendem Herzen greife ich in seine Boxershorts. Da drin befindet sich ein einziger See an Lusttropfen. Es kommt mir fast so vor als wäre er das Mädel, nicht ich.

Während ich seinen Penis knete, drückt er mich an den Schultern in den Sessel. Im nächsten Moment sind seine Finger an meinen Brüsten, er greift gierig nach dem weichen Fleisch.

»Fuck«, keucht er. »Du bist sowas von geil.«

Mein Kopf wird noch röter, als er ohnehin schon ist.

Doktor Stegel fasst unter meinen Rock und zerrt an meiner Unterwäsche. Ich spüre sein Gewicht auf mir, er presst sich gegen mich … und … oh Gott! … auf einmal ist sein Schwanz in mir drin.

Mamma Mia!

Wie konnte das …?

Wie ging das so …?

Ich weiß überhaupt nicht, wie es dazu gekommen ist. Als hätten sich das Bienchen und das Blümchen wie von alleine gefunden.

Sein lüsterner Blick verschlingt mich, nun stößt er in meine Muschi. Adrenalin und Glücksgefühle preschen durch mich hindurch.

Glücklicherweise ist sein Penis ziemlich klein. Sonst tut mir Sex immer weh, weil ich total eng bin. Aber jetzt ist es voll schön. Wir passen perfekt zusammen.

Ich will stöhnen, aber ich darf nicht. Unter keinen Umständen. Und ich bemerke, dass er bereit ist, mir beim kleinsten Anzeichen den Mund zuzuhalten.

Das Schmatzen vermischt sich mit unserem Keuchen. Bereits nach kurzer Zeit geht sein Atem äußerst schnell. Wahrscheinlich wird er sich nicht mehr lang zurückhalten können.

»Nimmst du … die Pille?«

»Nein.«

»Irgendwas anderes?«

»Nein.«

»Ich komme gleich«, keucht er. »Aber ich will ihn nicht rausziehen.«

»Dann lassen Sie ihn drin.«

Es mag dumm sein, aber ich habe keine Angst davor, ein Baby zu kriegen. Ganz und gar nicht. Genau genommen könnte ich mir nichts Schöneres vorstellen, als von meinem Schwarm geschwängert zu werden. Hier und jetzt, auf diesem Sessel. Ich bin sogar in meinen fruchtbaren Tagen. Es könnte echt passieren, wenn er in mir abspritzt.

Doktor Stegel wird langsamer, als wolle er seinen Orgasmus hinauszögern … und das ist sogar noch heißer als mit voller Kraft gefickt zu werden.

Meine Güte.

Dieses Schneckentempo macht mich wahnsinnig!

So wahnsinnig, dass …

»Doktor, ich, ich, ich komme.«

»Scheiße, Nina, ich auch.«

»Oh Gott, ja.«

Dann passiert es. Sein Schwanz beginnt heftig zu zucken. Aber Doktor Stegel rutscht nicht aus mir raus, er drückt sich so tief wie möglich in mich hinein. Als wollte er meine Gebärmutter durchbohren und bei meinen Brüsten wieder rauskommen …

Eine Flutwelle der Lust trifft mich, ich ertrinke in ihr. Meine Sicht verschwimmt, mein Körper verkrampft. Es ist die pure Ekstase.

Wir klammern uns fest aneinander, seine Samen spritzen und spritzen. Ich spüre jede Fontäne.

Er macht mir gerade ein Baby.

Fuck, er schwängert mich.

Seinen ganzen Orgasmus lebt er in mir aus … dieses wundervolle Pulsieren … die pure Bestätigung. Ich liebe ihn.

Doktor Stegel ringt nach Luft und murmelt dann in meine Halsbeuge. »Das war mit Abstand … das Beste und Dümmste … was ich je gemacht habe.«

Ich kichere leise, noch völlig high.

Als er etwas später aus mir rausgleitet, fließt eine Unmenge an perlweißem Sperma aus mir raus. Es hört überhaupt nicht mehr auf. Ich wusste nicht, dass ein Mann so viel kommen kann.

Ich halte eine Hand an mein Löchlein, fange einen Teil seiner Samen auf und schiebe sie mir in den Mund. »Schmeckt gut.«

Doktor Stegel sieht mich ungläubig an. »Lass uns heute Abend treffen«, sagt er. »Damit wir besprechen können, wie wir weitermachen.«

»Geht es um unsere Familienplanung?«

»Sozusagen.«

»Bitte küss mich, Tim.«

Sein Blick wandert kurz verloren durch den Raum, dann lehnt er sich nach vorn. Und unsere Lippen verschmelzen zu einem wundervollen Kuss, der mir die schönsten Schmetterlinge meines Lebens beschert.

Das könnte dich auch interessieren …