Versetzung gefährdet! Der Nachhilfelehrer hilft ;)

Also gut, dachte ich mir. Vielleicht ist das ja eine Möglichkeit.
Außerdem war doch etwas Eile geboten, da wir schon Ende April hatten und das Schuljahr auch nicht mehr sehr lange war. Mein Vater gab mir eine ´Telefonnummer die ich anrufen sollte. Es meldete sich ein Heinz Vollrath. Ich schilderte ihm kurz mein Problem und er bat mich, bei ihm am nächsten Tag mal vorbei zu schauen.

Gegen 14 Uhr machte ich mich auf den Weg. Mit dem Fahrrad war ich in fünf Minuten vor seinen Anwesen. Er hatte ein hübsches Reihenhaus mit einem buntblühenden Garten. Es machte alles einen einladenden und gepflegten Eindruck.
Ich ging zur Tür und läutete.
Ein älterer Herr öffnete die Tür. Er war etwa 175 cm und somit einen Kopf größer wie ich. Er trug ein beiges Hemd und eine dunkelblaue Stoffhose. Sein Haar war schon ziemlich lichte und silbergrau. Er machte einen gepflegten Eindruck.
„Guten Tag, Herr Vollrath. Mein Name ist Nicole. Wir haben gestern miteinander telefoniert.“ „Ja ich weiß Bescheid, komm doch herein.“ Er führte mich ins Haus.
Es wirkte alles geräumig und ordentlich. Wir kamen ins Wohnzimmer.
Es nahm die ganze Südseite vom Haus ein. Eine lange Schrankwand, eine große Couchgarnitur und ein Kamin gaben den Raum ein angenehmes Ambiente. Rechts stand ein großer Esstisch für sechs Personen. Hier nahmen wir Platz.
„Darf ich Dir etwas zu trinken anbieten?“, fragte Herr Vollrath.
„Ja gerne, vielleicht einen Orangensaft.“ Er ging kurz nach nebenan und kam mit einem Tablett wieder. Er brachte sich eine Tasse Kaffee mit.

„So Nicole. Du hast also Probleme mit Mathe?“
„Ja bei mir hängt es momentan in der Geometrie. Ich hatte im Zwischenzeugnis eine Fünf und somit ist meine Versetzung gefährdet.“
„Ich habe Mathematik und Geschichte bis vor elf Jahren am Gustav-Heinemann-Gymnasium unterrichtet. Seit dem bin ich aus dem Geschäft heraus. Aber wenn man das 40 Jahre lang gemacht hat, dann vergisst man das nicht so schnell.“
Er machte mir einen sympathischen und angenehmen Eindruck.
Ich zeigte ihm meine Schulhefte und er versuchte ein paar Ansatzpunkte zu finden.
Schnell kamen wir in den Lernstoff rein und ich bemühte mich seinen Worten zu folgen. Er konnte das ganze besser erläutern als mein Lehrer und mir wurden einige Zusammenhänge klar. Die Zeit verlief wie im Fluge. Schnell waren zwei Stunden vergangen. Herr Vollrath gab mir noch Aufgaben mit, welche ich zu Hause lösen sollte.

Ich machte somit meine ersten Fortschritte. Zweimal die Woche besuchte ich Herrn Vollrath. Langsam kam ich mit dem Lernstoff zu Recht hatte in meiner nächsten Arbeit eine Drei. Freudestrahlend kam ich nach Hause.
Meine Eltern waren hoch erfreut und Vater meinte, dass es doch eine gute Idee mit der Nachhilfe war. Am nächsten Tag hatte ich wieder Nachhilfeunterricht.

Als Herr Vollrath die Tür öffnete jubelte ich kurz, umarmte ihn und zeigte ihn meine Schulaufgabe. „Nicht so stürmisch junge Frau.“ „Ich hab eine Drei bekommen. Ist doch super.“ „Das freut mich für Dich. Komm doch herein.“
Wir gingen wieder in das Wohnzimmer und tranken erst etwas zusammen. Ich war ganz aus dem Häuschen über meine gute Note und Herr Vollrath schien sich auch über meine Fortschritte zu freuen.

„Aber nun zur Arbeit, Nicole. Du darfst Dich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.“
Er gab mir die nächste Aufgabe, die ich berechnen sollte. Während ich gerade die Formel umstellte, stand Herr Vollrath hinter mir und beobachtete meine Rechenschritte. Ups, da passierte es schon. Er bemerkte sofort einen Fehler und zeigte auf eine Zahl. Ich wusste nicht gleich, was er meinte. Da gab er mir kurz eine Erläuterung. Er stand direkt hinter mir. Während er sprach konnte ich seinen Atem an meinem Ohr spüren.
Ich hatte heute ein weinrotes Trägerhemdchen an. Aus seiner Position konnte er mir gut in den Ausschnitt schauen, was mir aber nicht auffiel. Ein gleichfarbender BH, unter dem Trägerhemdchen, vervollständigte meine Oberbekleidung.
Herr Vollrath hatte bestimmt schon lange nicht mehr so etwas junges und knackiges gesehen. Er war schon lange verwitwet mit seinen 71 Jahren und genoss daher die Einblicke.

Er wich gar nicht mehr von meinem Rücken, während ich weiter rechnete. Als ich einen weiteren Fehler machte, beugte er sich wieder über mich und verbesserte mich sofort. Kurz danach spürte ich seine Hand auf meiner rechten Schulter.
Er streichelte mir sanft über die Schulter. „Du bist heute ganz schön unkonzentriert, Nicole.“ „Das muß wohl an den schwülen Wetter heute liegen. Ist Ihnen nicht auch so warm?“ „Doch, doch, es ist schon heute besonders heiß für die Jahreszeit.“
Wir machten eine kleine Pause und ich ging mal kurz auf die Toilette.

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