Isabella

1. Kapitel
Gerd war gerade auf dem Weg nach Hause, als er aus der kleinen Hütte neben der Straße Licht sah. Er fuhr jeden Tag an dieser Hütte vorbei, und hatte dabei noch nie Licht oder ein sonstiges Lebenszeichen gesehen. Deshalb war er verwundert und blieb einige hundert Meter nach der Hütte stehen. Er stellte den Motor ab und lief zur Hütte zurück.
Da war wieder dieses Gefühl, ein leichtes Kribbeln im Bauch. Gerd war ein neugieriger Mensch und ein wenig ein Spanner. Er liebte es Menschen beim Sex zuzusehen, ohne dabei selber entdeckt zu werden.
>Vielleicht gab es hier etwas zu sehen? < dachte er sich.

Er war keiner dieser Spanner, die sich nur aufs zusehen beschränkten. Gerne machte er auch selber Sex. Er war ein Genießer und wußte auch wie man Frauen behandeln muß. Mit seinem Aussehen fiel es ihm nicht schwer genügend Kontakte zu bekommen. Er war groß und dunkel, hatte eine gut durchtrainierte Figur und gute Umgangsformen.
Als er in die Nähe der Hütte kam wurde er langsamer und vorsichtiger. Er schlich sich leise an das Fenster, welches von der Straße abgewandt war. Im ersten Moment war er enttäuscht, Der Vorhang war zugezogen und versperrte ihm den Blick ins Innere der Hütte. Es war eine kleine Hütte wie sie in dieser Gegend öfters zu finden war. Früher brachten die Bauern hier ihr Heu unter, welches sie vom angrenzenden Feld mähten. Doch seit jeder Bauer einen Traktor oder mehrere besitzt, sind diese Hütten überflüssig geworden. Einige wurden von reichen Leuten der Umgebung gekauft und innen ausgebaut.

Bei dieser Hütte mußte das erst vor kurzem geschehen sein. Gerd war neugierig wer der neue Besitzer ist. Er schlich sich auf die nächste Seite und sah, daß hier kein Fenster war. Beinahe hätte er die Leiter übersehen und wäre über sie gestolpert. Gerade konnte er sie noch auffangen. Als er nach oben blickte sah er, daß es dort einen Eingang gab. Vorsichtig stieg er die Leiter nach oben und klettere auf allen Vieren durch das Loch in der Wand. Früher war hier bestimmt einmal eine Türe gewesen. Der neue Besitzer hatte sie aber noch nicht repariert.

Lichtstrahlen drangen von unten nach hier oben und Gerd wußte, daß er von hier nach unten sehen kann. Leise kroch er auf den ersten Lichtstrahl zu. Das Loch war aber etwas zu klein um irgend etwas sehen zu können. Er hörte nur ein paar Stimmen durcheinander sprechen. Beim nächsten Loch hatte Gerd mehr Glück. Es war fast handtellergroß, und man konnte bequem in den Raum darunter sehen.
Auf der einen Seite war eine kleine Bar eingerichtet mit drei Hockern davor, im Eck gegenüber war ein Bett, groß genug für drei bis vier Menschen. Ein Kasten und ein Tisch mit vier Stühlen waren auch noch zu sehen. Der Raum war abgetrennt worden und durch eine offene Türe konnte Gerd so etwas wie ein Bad erkennen. Auf zwei Barhockern saßen zwei junge Männer und tranken hastig an ihren Gläsern. Bedient wurden sie von einer Frau hinter der Bar.

Was für eine Frau! Sie war schlank und groß gebaut. Gerd schätzte sie auf fünfunddreißig bis vierzig Jahre. Ihre dunklen Haare trug sie offen und sie fielen über die Schultern, Sie war sehr gepflegt, ihre Fingernägel waren rot lackiert, sie trug ein helles Kleid und Gerd konnte von hier oben in ihr tiefes Dekolleté sehen. Der Busen mußte eine Wucht sein. Gerd hatte Angst, daß er das Kleid zerreißen wird.

„Wollt ihr noch ne Coke?“ fragte sie ihre Begleiter.
„Danke ich hab genug!“ antwortete der Erste. „Ich auch. Toll hat dein Mann diese Hütte hergerichtet“ lobte sie der Zweite. Als Gerd die Stimmen der beiden Männer hörte wurde er stutzig; das waren doch noch keine Männerstimmen, sie klangen verdammt jung. Er sah sich die beiden genauer an und tatsächlich, das waren ja noch Teenager. Vielleicht sechzehn oder siebzehn Jahre alt. Was wollte eine so attraktive und reife Frau mit diesen Burschen.

Tausend Gedanken schossen Gerd durch den Kopf. Sollte er oder sollte er nicht. Aber er wußte selbst, daß er gar keine andere Wahl hatte. Er schlich sich leise davon und rannte zu seinem Auto. Aber er wollte auf keinen Fall wegfahren. Nein er holte nur seine Video Kamera, die er für alle Fälle immer bei sich hatte. Hastig lief er zurück und schlich wieder auf seinen Beobachtungsposten. In der Zwischenzeit hatte sich die Frau zwischen den Beiden Knaben auf einen Hocker gesetzt und man unterhielt sich.
„Habt ihr schon mal was mit einem Mädchen gehabt?“ fragte sie die Zwei. „Na klar, aber noch nie mit einer so tollen Frau wie du bist. Dich bewundern wir schon lange. Jo hat die geilste Mutter von der ganzen Stadt, heißt es in der Schule.“

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