Knut und seine bisexuellen Kolleginnen

Ja ja… diese Kolleginnen…

Wenn ich gewusst hätte, das die Wahl zum Klassensprecher und in die Schulgremien dieses Kennenlernwochenende nach sich ziehen würde, hätte ich mich wohl nicht wählen lassen.
Jetzt war ich auf dem Weg zum Treffpunkt in den Westerwald, der Polo schwamm hier gut mit. Ich höre noch meinen Vater: ein Polo müsste für ihn langen, aber dann gab es eine Sonderlackierung, das Auto wurde getunt, aber nur innen, wegen Understatement und so.

So hatte ich wenigstens ein Auto das auffiel, ich selber tat es sicherlich nicht, als ich dann in das Internat nach Neuss wechselte, fiel es niemanden auf, das ich nicht mehr da war.

Ups, hier musste ich abbiegen. Meine großen Brüder, die liefen immer laut herum, taten wichtig. Dann kam ich und lief so mit, manchmal denke ich, ich wurde wie ein Mädchen erzogen, immer still und brav sein. Mir war es lieber, alles zu beobachten und dann meine Schlüsse daraus zu ziehen, als es selbst zu tun und mir weh zu tun.

Langsam fuhr ich auf den Parkplatz vor der angegebenen Adresse, sorgfältig stellte ich das Auto rückwärts ab, so konnte ich alles sehen und stand bereits in Fluchtrichtung. Ich lief ein wenig um das Haus herum, in einige Fenster konnte man hineinsehen, auch in einen Waschraum und in eine Toilettenkabine waren die Fenster aus Klarglas. Im Auto machte ich das, was ich am liebsten machte, ich träumte.
Zwei Autos ratterten auf den Hof, ich stieg aus und half Taschen tragen, Vorräte zu räumen und Getränke kalt zu stellen. Ich traute mich nicht, mich irgendwo hinzusetzen und einfach nur zuzuschauen.

„Knut. Knuuu-uuuut.“
Oh das war ja ich.
„Ja. Irene.“
„Träum nicht. Kannst du kochen?“
„Nein.“
„Betten beziehen?“
„Ähh, nein.“
„Egal. Du kochst heute Nudeln, das kannst du nicht vermasseln. Ich schicke dir gleich Fee, die wird dir dann alles vorsagen.“

Ein Leuchten huschte über mein Gesicht, Fee war nicht so burschikos wie Irene und Birgit, viel feiner als Michaela und hübsch war sie, mit langen blonden Haaren und einer tollen Figur.
Ich trabte in die Küche. Ein Topf stand draußen, denn füllte ich zur Hälfte mit Wasser und setzte in auf den Herd. Unschlüssig stand ich davor und schaute die Knöpfe an.

„Hallo Knut, der lässt sich nicht hypnotisieren. Dreh den Schalter da, den zweiten von rechts.“
„Hallo, Fee“, stammelte ich.
„Was machen wir jetzt mit der Pfütze in dem Topf. Da vorne im Regal, den ganz linken und den ¾ voll Wasser.“
So voll konnte ich ihn kaum tragen. Fee trug den rechten Arm in einer Schlinge, gestern war noch alles okay. Sie spürte wie ich die Schlinge anstarrte.

„Nichts schlimmes, 24 Stunden ruhig gestellt nach einer kleinen OP.“
Sie trieb mich kreuz und quer durch die Küche, 5 Kilo Nudeln, Gehacktes anbraten, aufgiessen, würzen und andicken, ich hätte schon die Bezeichnungen nicht gewusst, die Küche habe ich bisher nur kennen gelernt, um den Kühlschrank zu plündern.
Mein erstes Essen wurde bald serviert und ich sah die Nachzügler heute zum ersten mal. Wir speisten bis die Töpfe leer waren und die Lärmkulisse anschwoll.

„Leute“, sagte Irene, „ein paar Ansagen. Schön, das ihr alle es geschafft habt. Heute abend treffen wir uns am Kamin bei roten und weißen Wein, morgen früh wird das Sommerfest geplant, die Schulleitung hat da auch eine Wunschliste, morgen Nachmittag kommt die gewünschte Ernährungsberaterin, morgen Abend Fete. Übermorgen kurze Besprechung, Mittagessen und Abreise. Dort an der Tür hängen Koch- und Spülpläne, ein Putzplan. Okay, das war es.“
Ich ging ins Wohnhaus und fand meine Tasche auf einem Bett, ich legte mich hinein und machte die Augen zu. Ich träumte vor mich hin, die Kopfhörer wie immer auf den Ohren.

Dann muss ich doch eingeschlafen sein, jemand schüttelte mich an der Schulter. Fee’s Gesicht hing in Kussweite vor meinem Gesicht.
„Komm, der Abend hat schon begonnen. Aber vorher brauche ich deine Hilfe. Heb die Bluse etwas hoch und öffne bitte den Verschluss des BH, der bringt mich noch um.“
Ich hob die Bluse an und versuchte mich am Verschluss, drei Versuche brauchte ich, bis der BH auf war.
„So, greife bitte durch den linken Ärmel herein und angle dir den Träger.“
Ich musste heftig schlucken, tat aber wie gewünscht. Als ich nicht weiter nach oben kam, versuchte ich es nach leicht vorne und packte etwas weiches und warmes.
„ Oh, der Weg war schon gut. Der Träger den du finden solltest ist weiter oben“, keuchte sie.

Ich war mir nicht ganz sicher, aber ich hätte geschworen, auf dem Weg nach oben den steifen Nippel berührt zu haben. Dann zog ich die Hand mit dem Träger vorsichtig zurück. Als ich den Ellenbogen erreicht hatte, winkelte sie den Arm ab, sodass ich damit über die Hand kam. Ich ließ den Träger los und er verschwand schnell in der Bluse.
„Aua“, sagte sie, „so und jetzt bitte ganz vorsichtig. Angle bitte durch den rechten Ärmel.“
„Das geht nicht, nicht ohne dir weh zu tun.“
Stattdessen hob ich abermals die Bluse und drückte den BH in den rechten Ärmel, bis ich den Stoff mit den Fingern greifen konnte. Als er dann am Ellenbogen baumelte machte Fee den Rest selber.

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