Julia und Michael – die Entjungferung

Kapitel 1 – Die Entjungferung
Die Tanzstunde war vorbei. Händchenhaltend wanderten Julia und Michael über den Parkplatz zu seinem alten Golf. Michael hielt seiner Freundin die Beifahrertür auf. Dabei nahm er sich die Zeit, ihre Brüste, die ihr Sweatshirt deutlich ausbeulten, zu bewundern. Als Julia einstieg, spannte sich ihre Jeans über den festen Hintern.

„Dieses mal bleibt es nicht nur bei einem Kuss!“ beschloss er, während er auf seine Seite des Autos ging. Obwohl es erregend war, mit Julia zu schmusen, endete es für Michael immer viel zu bald. Julia sah Michael zu, wie er einstieg. „Er schaut wirklich toll aus“, dachte sie bei sich. Dann ertappte sie sich bei Gedanken, die sie nie für möglich gehalten hätte. „Ob ich wohl irgendwann mehr als nur ein paar Minuten schmusen mit ihm machen werde?“ Sie hatte Jungs, mit denen sie ausging, wie selbstverständlich geküsst. Sie fand nichts besonderes dabei. Aber mit Michael war es anders. Zuerst hatte sie seiner Zunge Widerstand geleistet, als er versuchte, sie in ihren Mund zu stecken. Irgendwie war es ihr deutlich zu intim, wenn ein Junge (Mann?) so etwas machte. Es schien, als ob er noch ganz andere Körperteile in andere Körperteile stecken wollte. Michael gab nicht auf und schließlich öffnete sie ihre Zähne und ließ es zu, dass seine Zunge in ihren Mund drängte. Die Bewegung der Lippen zusammen mit der Verspieltheit seiner Zunge machten den Kuss erregender als je zuvor. Während sie sich küssten, spürte Julia wie ihr die Luft wegblieb. Und das war nur teilweise auf Schwierigkeiten beim Atmen zurück zu führen. Ihr Herz begann schneller zu schlagen und ein flaues Gefühl breitete sich in der Magengrube aus. Es war alles andere als unangenehm, aber es erschreckte sie in seiner Intensität. Je länger sie sich küssten, desto heftiger wurde ihr Herzschlag und das Gefühl. Instinktiv wusste sie, dass sie diese Art Küsse beschränken musste – sie waren zu erregend und es machte ihr wirklich Angst, nicht zu wissen, wohin das führen würde.

Keiner der beiden ahnte auch nur, wie ähnlich sich ihre Gedanken waren. Michael wollte Julia zeigen, wie wunderbar körperliche Liebe sein konnte, aber irgendwie wusste er, dass sie damit keinerlei Erfahrung hatte. Ängstlich bedacht, sie nicht zu verletzen, schwor er sich, dass er ihr alle Zeit lassen würde, die sie brauchte.

Ihrerseits hatte Julia Angst, zu weit zu gehen; gleichzeitig sehnte sie sich nach seinen Küssen und dem erregenden Gefühl, das sie ihr gaben. Sie gestand sich ein, wie neugierig sie darauf war und wie sie es anstellen konnte, es noch zu steigern.

Als Michael kurz davor war, in ihre Straße abzubiegen, legte Julia eine Hand auf seinen Arm und sagte:
„Wir sind ziemlich früh dran. Was hältst du von einer kleinen Spazierfahrt, bevor du mich nach Hause bringst?“

„Gerne. Wo soll es denn hingehen?“, fragte er.

„Irgendwohin, wo wir allein sind. Bei der Tanzstunde waren so viele Leute, dass ich das Gefühl habe, überhaupt nicht mit dir dort gewesen zu sein.“

An Julias Haus vorbeifahrend, hoffte er, dass sie niemand gesehen hatte. Michael war überrascht, dass Julia so nahe neben ihm sitzen blieb. Statt sich, wie üblich, am Türgriff fest zu halten, presste sich ihr Oberschenkel gegen seinen. „Nichts gewagt – nichts gewonnen“, dachte er, nahm die rechte Hand vom Steuer und legte sie um ihre Schulter. Sofort verspannte sich Julia, als sie die Berührung spürte. Doch dann zwang sie sich, sich zu entspannen und legte schließlich sogar ihren Kopf auf seine Schulter. Sie war ihm nahe genug, sein Rasierwasser zu riechen und die männliche Härte seiner Brust zu spüren. Überraschenderweise tauchte das Gefühl in der Magengrube wieder auf, das sonst nur während der Zungenküsse zu spüren war und es nahm immer mehr zu. Ihr Herz schlug bis zum Hals. So laut, dass sie sich sicher war, Michael könnte es hören. Scheinbar ziellos fuhren sie in der Gegend herum, aber Michael wusste wo er hin wollte. Außerhalb der Stadt gab es einen kleinen Wald – das Lieblingsziel aller jungen Paare.

Er schaltete die Lichter aus, als sie in einen Feldweg abbogen. Weit genug entfernt von anderen Pärchen hielt er an. Der dunkle Wald vermittelte eine private, intime Stimmung.

Der Motor verstummte, als er den Zündschlüssel herumdrehte und nur noch das Radio war zu hören. Romantische Musik klang durch den alten Golf, den er vor zwei Monaten, zum Bestehen seines Führerscheins, von seinem Vater geschenkt bekam. Michael drehte sich zu Julia und umarmte sie – kraftvoll und doch zärtlich.

Den ganzen Weg zu ihrem Ziel hatte Julia in einem Winkel ihres Gehirns versucht, ihre Gefühle zu analysieren. Der rasende Herzschlag und das Ziehen im Bauch wurden immer stärker. Als sie glaubte, ihr Herz würde platzen, bemerkte sie, dass sie ganz flach und schnell atmete. Obwohl sie nicht keuchte, schnappte sie doch nach Luft. Das war nicht normal. Andererseits war es nicht Besorgnis erregend sondern wunderbar. Sie freute sich schon auf einen von Michaels wunderbaren Küssen. Beunruhigend war, dass sie noch gar nicht angefangen hatten! Dazu kam noch ein seltsames Spannen in ihren Brüsten. Plötzlich schien ihr BH eine Nummer zu klein zu sein und die Brustwarzen pressten sich so hart gegen den Stoff, dass Julia an sich herab blickte und sah, wie sie sich deutlich unter dem Sweatshirt abzeichneten. Zwischen ihren Beinen war auch nicht alles normal. Ihre Hüften zuckten immer wieder unkontrolliert. Es war erschreckend und gleichzeitig erregend. Nur ein Teil ihrer Gedanken analysierte kühl ihre körperlichen Reaktionen, der Rest konzentrierte sich auf die lüsternen Empfindungen. Julia wartete ungeduldig auf Michaels ersten Kuss. Sie wollte seine Lippen auf ihren spüren – seine Zunge in ihrem Mund – mehr als sie je irgend etwas in ihrem Leben gewollt hatte. Als er schließlich anhielt und sie in seine starken Arme nahm, machte es sie glücklicher, als sie sich einzugestehen wagte.

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