Eine schwüle Nacht

Es versprach eine schwüle Nacht zu werden..

Der Abend hatte nur wenig Abkühlung gebracht. Die Sonne berührte gerade den Horizont, verwandelte den Himmel in ein Flammenmeer, gleich der brennenden Leidenschaft, die am Strand stets der Nacht vorausging, das Meer funkelte und gleißte wie Myriaden sehnsuchtsvoller Tränen in großen, dunkeln Augen.

Lächelnd schaute ein alter Einheimischer einem Liebespärchen nach, das in der schwülen Luft glücklich lachend dem nunmehr fast verlassenen Strand entlangtollte. Ihre wie Bronze glänzenden, schönen Körper im orangeroten Licht badend. Eine Welle schleppte sich besonders hoch den Sand empor, überraschte die kichernden Menschen, Wasser spritzte hoch und lief entlang ihrer glatten, schwitzenden Haut ab.

Keuchend blieben sie stehen und hielten sich bei den Händen.

Sie sahen sich an, bewunderten die Vollkommenheit des anderen, streichelten mit ihren Blicken ihre feuchten und zitternden Glieder. Nur aus Spaß glitt eine Zunge kitzelnd über nackte, salzige, heiße Haut.

Zunächst nur ein Grinsen, dann… ein Blick in die Augen. Ein tiefer Blick glänzender Augen, voll der lodernden Liebe, voll des Verlangens nach Nähe, Berührung, nach zärtlichem Reiben.

Ein sanfter, ziehender, wunderbarer Schmerz durchzog jede Faser ihrer sich anspannenden Körper.

Das Lächeln machte einer tiefen Ernsthaftigkeit Platz, als sich Verlangen in Entschlossenheit wandelte. Fest drückten sie sich in der hereinbrechenden Dunkelheit aneinander, als sie, schwer atmend, die Dünen hinanstiegen, einem kleinen Bootshaus entgegen.

Vorwärtsgezerrt von glühender Erwartung vermochten sie keinen anderen Gedanken mehr zu fassen als wilden Vorstellungen der kommenden Nacht, die keinen Schlaf bringen würde, keine Träume, nur die flammenden Phantasien sich hoch und höher hinauf windender Lust, hoch bis in ein Universum des Fleisches und des schwindelnden Schmerzes.

Sie legten sich hin in den weichen, warmen Sand zwischen den abgelegten Booten, selbst wie solche, bereit auf ein offenes Meer der Emotionen hinauszutreiben, sich zu vereinen und zu versinken.

Dann steckte Mike John den Schwanz in den Arsch und sie fickten sich die ganze Nacht bis in den Wahnsinn.

You may also like...