Der Lesbencafe Chat

Es war schon spät sie konnte einfach noch nicht einschlafen.
Ihr Kopf war voll mit diesem fremden Gefühl. Sie wusste nicht wie es dazu kommen konnte. Oder doch. Im Gedanken ließ sie sich noch mal den heutigen Tag durch den Kopf gehen. Drei Jahr war sie nun schon bei Aol . Diese Chaträume hatten sie bislang nicht interessiert. Eines Ihre Hobby war es Bilder zu verändern.

So hatte sie angefangen auf den Downloadseiten ein Paintprogramm runter zu laden. Das Ganze hatte eine Übertragungsdauer von ca. 2 Stunden. Aus Langeweile begann sie sich die Chaträume anzuschauen. Innerlich musste sie grinsen. Die Chaträume hatten zum Teil seltsame Namen : Big Schwester, Moorhuhntreff, Rattenclub , Schwule Polizisten, Evangelische Swinger uvm.
Ach was war den Das „Lesbencafe“? Da sie keinen Stress mit irgendwelchen Männern wollte, klickte sie sich einfach mal ins sogenannte Lesbencafe ein. Ein Freundlicher Empfang. Alle waren sehr nett zu einander. Und was für süßer Namen es dort gab. Berlinchen, Traumfängerin, Herzchen, Rosenblatt, Stoebselchen und was war das Elfengefluester.

Sie liebte Elfen und schaute sich gleich mal das Profil an. Das ging ja einfach. Elfi hieß die Besitzerin des wunderschönen Namens. So, so Bisexuell war sie. Sie hatte sich darum noch wenig Gedanken gemacht. Die letzten Affären mit Männer waren ihr zuwider gewesen. Da wollte sie doch lieber alleine bleiben. Doch was war das ,ein Telegramm.
Elfe schrieb: Schlappy 29 was ist den das für ein Name? Bist Du ein Kerl? Also wirklich Frechheit! Der Name der friedvollen Elfe war ja ein starkes Stück. Der würde sie es geben. Erst gab es einiges an Rechtfertigungen und Diskussionen. Und Hella war sich sicher, das diese Lesben noch schlimmer als jeder Kerl seien.

Die anderen im Raum griffen sie nun auch an. Schließlich schrieb Elfengefluester. Rufe mich an wenn du eine Frau bist. Wir mögen hier keine Fakes ! Na, der würde sie einheizten, so eine Frechheit „Los schicke mir deine Nummer, ich rufe dich an. Aber dann verlange ich eine öffentliche Entschuldigung. Da kam die Email mit der Nummer und sie rief an. Diese Stimme, war wunderschön und sie brachte keinen Ton heraus.
„Ah,also doch ein Kerl?“ Das rüttelte sie wach: „Ich bin eine Frau. Und ich finde es unmöglich von euch, mich so zu beleidigen. Ich verlange eine Entschuldigung“!

Nun war es erst mal still am anderem Ende. Dann kam ganz kleinlaut eine Entschuldigung. Irgendwie ergab sich dann ein Gespräch. Sie redeten und redeten. Erst ein piepsen lies sie auf die Uhr schauen. 3 Stunden und der Akku war leer geworden. Schnell sagte die Elfi Bescheid.
„Du kann ich Dich morgen anrufen? Ich finde all das so spannend.“ Mensch ,gib dir einen Ruck, komme heute Abend um 19. Uhr zur Gedächtniskirche , ich schicke Dir eine Mail. Ok?“

Die Zeitknappheit ließen sie nur noch :“Ja“ in den Hörer sagen und die Verbindung war gekappt. Was hatte sie getan? Sie eine Heterofrau hatte sich mit einer Bi-Frau verabredet. Ja, war sie denn völlig durchgeknallt? Doch sie hatte ja nichts zu verlieren. Sie war so neugierig auf das Leben von Elfi, das sie es einfach wissen wollte . Schließlich war sie so weit auch ein „Nein“ sagen zu können, wenn Elfi mehr wollte. Nun war sie wild entschlossen sich mit ihr zu treffen.

Es war Punkt 19 Uhr und sie wusste sofort wer sie war. Es war seltsam, sie hatten sich angeschaut und die Luft schien zu vibrieren .Es war egal, ob Mann oder Frau, der Verstand war ausgeklinkt.

Sie fühlte Verlangen. Konnte den Blick nicht von der fremden Frau lassen. Nun gab Ihr Elfi auch noch die Hand: „Hallo schöne Frau. Fühle Dich mal eingeladen, ich habe was gut zu machen.“ „Ja, ja eh “ sie stotterte wie ein Teenager. Willenlos lies sie sich von der Fremden führen. Sie waren in einer von diesen Lesbencafes gelandet und ja es gefiel ihr. Wie zuvor am Telefon ging ihnen auch hier nicht der Gesprächsstoff aus. Elfi nahm ihr jede Angst. Mittlerweile war es schon dunkel geworden.

„Sag mal Hella, warum bist du noch immer Hetera“ nun musste sie schlucken. Diese Frage war völlig aus dem Zusammenhang gerissen.
„Ich habe noch nie darüber nachgedacht mit einer Frau zusammen zu sein. Die Frage hat sich mir nie gestellt“. Sie hatte den Satz ausgesprochen als sie eine Hand auf der ihren spürte. Es durchzuckte sie wie ein Stromschlag. Wie weich sich das anfühlte. In diesem Momet wusste sie, das sie sich verloren hatte.

„Komm, lass uns an die frische Luft gehen“. Diesen Satz hatte sie auch schon von etlichen Männern gehört, doch dieses Mal würde es anders sein. Sie gingen hinaus ,Hand in Hand. Wie von selbst waren sie an diesen kleinen See gekommen .Der Mond schien hell auf ihre Gesichter. Ohne viele Worte fanden sich ihre Münder zum Kuss. Hella vergaß alles um sich herum. Sie wusste, das sie schon jetzt einen Schritt zu weit gegangen war, doch es war ihr egal. Jetzt und hier zählte nur der Augenblick. Nach etlicher Zeit gingen sie zum Auto von Elfi.

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