Lena ist die Beste

1. Mieser Tag

Ich wurde durch ein Klingeln an der Tür geweckt. Ich stehe auf, um die Tür zu öffnen. Vor der Tür steht meine Freundin Lena. Nein, nicht wie ihr jetzt denkt. Lena ist eher ein Kumpel und außerdem ist sie verheiratet. Seitdem mich meine ‚echte‘ Freundin vor fast einen halben Jahr verlassen hat kümmert sich Lena ein wenig um mich. Ich kann ihren Verlust einfach nicht verkraften. Lena sorgt sich sehr um mich. Ich habe sie vor einigen Jahren bei einen Rummelbesuch kennengelernt. Zwischen uns lief aber nie mehr als das was man mit seinem besten Freund unternehmen würde.
„Na. Mal wieder zu tief in die Flasche geguckt?“ fragte sie vorwurfsvoll. An meinen Brummschädel konnte ich merken, dass sie es wohl erraten hatte und nickte nur. „Komm doch erst mal rein“ bat ich sie. Ich gehe voraus und Lena folgt mir. Mein Wohnzimmer sieht schon wieder aus wie ein Schlachtfeld. Sie beginnt einige Hefte zusammenzupacken und einige andere Sachen aus den Weg zu räumen. „Ich glaube ich mache erst mal Kaffee, oder?“ sagt sie und verschwindet in die Küche.

Während Lena in der Küche den Kaffee vorbereitet, räume ich noch ein wenig weiter auf. Lena kommt nach einigen Minuten mit Kaffee und ein paar Schnitten wieder aus der Küche und bittet mich doch erst mal eine Kleinigkeit zu essen. Ich folge ihren Rat und esse ein wenig. Nach der zweiten Tasse Kaffee geht es mir auch wieder ein wenig besser.
„Was möchtest du eigentlich von mir? Soll ich dir bei irgendetwas helfen?“ frage ich Lena neugierig. „Nein, nein. Ich, ich meine wir wollten dich heute Nachmittag zum Kaffee einladen. Wir bekommen nachher noch Damenbesuch und könnten noch einen Herren zur Verstärkung gebrauchen.“ bekomme ich zur Antwort.
Ich erkläre mich einverstanden und nachdem sie mir noch die Uhrzeit genannt hat verläßt sie meine Wohnung wieder. Ich gehe erst einmal unter die Dusche und hole mich dadurch wieder etwas ins Leben zurück. Am Nachmittag mache ich mich für den Besuch bei Lena fertig. Ich ziehe was nettes an und gehe los. Lena und ihr Mann wohnen nur zwei Straßen weiter. Dort angekommen klingel ich und einige Sekunden später öffnet Lenas Mann die Tür.
„Hallo Bernd. Komm doch rein.“ werde ich von ihm begrüßt. Ich gehe also hinein und hänge meinen Mantel an der Garderobe auf. Im Wohnzimmer sehe ich den Besuch. Die Dame sieht verdammt gut aus. Blonde Haare mit dunklen Strähnen, nicht zu große Oberweite und, soweit ich es sehen kann, ziemlich lange Beine. Lena macht sie mit mir bekannt „Tina das ist Bernd. Bernd das ist Tina.“. Tina und ich geben uns die Hand und ich setze mich auf einen Sessel. Lena tischt Kaffee und Kuchen auf und setzt sich ebenso zu uns. Wir unterhalten uns über alles mögliche, Arbeitsmarktsituation, Fertighäuser usw. usw..

Irgendwie kommen wir auf das Thema Internet zu sprechen und so erfahre ich, dass Tina ziemliche Schwierigkeiten mit ihren Internet-Zugang hat. Da ich nun sehr bewandert bin, was PC-Technik angeht, biete ich ihr an das ich mir das Problem mal vor Ort ansehe. Sie willigt ein und ich gebe ihr meine Telefonnummer so das sie mich anrufen kann wenn ich mir das mal anschauen soll. Die Gespräche gehen dann ungehindert weiter bis Tina sich am Abend verabschiedet. Ich bleibe noch einen Augenblick und helfe Lena noch den Tisch abzuräumen.
In der Küche fragt sie mich dann plötzlich „Na, wie gefällt dir die Kleine?“. Was soll denn diese Frage jetzt? Ich gebe nur zur Antwort „Ja. Ist ganz nett“ und räume das Geschirr weiter weg. Der Abend ist schon einigermaßen vorgerückt und ich verabschiede mich ebenso von den beiden.

2. Computer-Probleme

In den nächsten Tagen passiert nichts besonderes, bis ich an einem Abend einen Anruf kriege. „Hallo Bernd. Hier ist Tina. Weißt du noch? Die bei Lena war mit dem Internet-Problem“ höre ich aus dem Telefon. Ich kann mich an sie errinern und bestätige ihre Frage. Sie bittet mich am nächsten Tag gegen 15 Uhr zu ihr zu kommen.
Sie nennt mir noch ihre Adresse und wir beenden das Gespräch. Um 5 vor 3 am nächsten Tag bin ich bei der Adresse die mir Tina gegeben hat. Nach meinem läuten öffnet sie auch gleich als wenn sie schon hinter der Tür stand. „Ich habe dich schon gesehen.“ sagt sie mir als sie meinen etwas überraschten Gesichtsausdruck bemerkt. Sie bittet mich herein und nimmt mir den Mantel ab. Wir gehen ins Wohnzimmer und setzen uns.
Sie hat schon Kaffee gekocht. Sie schenkt ihn mir ein und bietet mir noch ein paar Kekse an. Wir unterhalten uns über ihren PC und sie erklärt mir was dort nicht stimmt. Ich sage das ich mich gleich darum kümmern werde.
Tina erzählt mir noch von ihren Ex-Freund und das er sie vor ca. 4 Monaten sitzengelassen hat. Daraufhin erzähle ich ihr meine Geschichte. „Ich glaube ich schaue mir jetzt mal deinen Rechner an.“ sage ich dann. „Schön. Das ist fein, wenn die Kiste endlich wieder vernünftig läuft.“. Sie führt mich in ihr Schlafzimmer wo sie ihren PC hat.
Auf dem Bett sind lauter Kuscheltiere zu sehen. In der Ecke steht ein PC-Schrank mit dem Rechner und davor steht ein Schreibtischstuhl. „Da ist ja das kranke Baby“ sage ich scherzhaft. „Na, dann gib ihn mal das Thermometer.“ antwortet Tina lachend. Ich mache mich also an die Arbeit und nach ca. 10 Min war das Problem auch schon behoben.

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