In Fesseln

Ich bin ein furchtbar neugieriger Mensch!
Alles Neue möchte ich am liebsten sofort ausprobieren. Manche Menschen werden sagen, das es besser wäre, wenn man sich dabei lieber etwas zurückhält, aber ich bin nun einmal so. Vor allem in Sachen Liebe, Sex und Leidenschaft möchte ich alles kennen. Viele Dinge meiner Neugierde habe ich durch Bücher etwas befriedigen können. Aber kann man aus Büchern alles lernen? Ich würde sagen nein!

Denn wenn man es selber erlebt ist es doch was ganz anderes, als wie wenn man es nur liest. Also musste oftmals eine Testperson her, die mir zeigen konnte, wie es wirklich ist. Meistens waren es Männer, die ich kaum oder gar nicht kannte. Wieder würden einige Menschen sagen, das sich sowas für eine Frau nicht schickt, aber ich tat es trotzdem.
Meine besondere Neugierde wurde geweckt, als ich ein Buch über Fesselspiele und ähnliches gelesen hatte. Vorher, als ich mal was über Sado/Maso gehört hatte, wollte ich es lieber nicht ausprobieren, da ich Angst vor den Schmerzen hatte.

Aber in diesem Buch stand dann, das man Sado/Maso auch ohne Gewalt praktizieren konnte. Also wurde ich doch so neugierig, dass ich es ausprobieren wollte. Aber woher sollte ich einen Mann nehmen, der davon Ahnung hatte? Ich konnte doch wohl schlecht einfach jeden fragen. Und am Gesicht eines Mannes erkennt man seine Neigungen nicht.

Also wie konnte ich es am besten anstellen, solch einen Mann zu finden? Wie so oft in meinem Leben kam mir der Zufall zur Hilfe. Ich war mit ein paar Freunden um die Häuser gezogen und irgendwann lernte ich in einer Kneipe Axel kennen. Er war vom Äußeren her eigentlich nicht unbedingt mein Typ, aber wir verstanden uns auf Anhieb und lachten viel miteinander.

Irgendwann wollten meine Freunde weiter und ich blieb mit Axel alleine zurück. Irgendwie kamen wir auf das Thema Sex. Er erzählte mir, dass er es mag, wenn seine Partnerin die Hände beim Sex gefesselt hat, sich nicht richtig bewegen kann. Ich fragte ihn, ob er es denn schön fände, anderen Schmerzen zuzufügen? Er lachte nur und erwiderte, das man solche Spielchen auch ohne Schmerzen treiben könne. Da sagte ich ihm, das ich sowas gerne mal ausprobieren wollte.

Er sah mich lange an, dann meinte er, ob ich ihm denn vertrauen würde. Ein bisschen Angst hatte ich zwar schon, aber ich sagte ihm, das ich ihm vertrauen würde. Er fragte mich, ob ich dann nicht Lust hätte mit zu ihm zu kommen, ich könnte auch vorher eine Freundin anrufen, um ihr zu sagen wo ich sei.

Also rief ich von der nächsten Telefonzelle meine Freundin an, hinterließ Name und Adresse von Axel auf ihrem Anrufbeantworter, und ging mit zu ihm.

Auf den ersten Eindruck hin machte mir seine Wohnung ein wenig Angst. Aber nach dem ersten Schreck war es eher belustigend. Seine Wohnung war in sehr dunklen Tönen gehalten. An den Wänden hingen Bilder, die gefesselte Menschen bei Sexspielen zeigten. Die Bilder wurden von einzelnen bunten Lichtern angestrahlt. Eigentlich sah es ja ganz nett aus, wenn nicht mitten im Raum Ketten von der Decke gehangen hätten, an denen Lederhandschellen befestigt waren.

Ich fragte ihn, wofür man das gebrauchen konnte. Er sagte mir dann, dass es zu einer richtigen Ausrüstung einer Domina oder eines Herren gehörte, wenn man mit Sklaven arbeitete. Mir kam der Verdacht, das Axel sowas professionell macht und ich fragte ihn.

Er meinte dann, das es auch Menschen gibt, die sowas nicht professionell machen, aber in einer Beziehung mit einer Sklavin leben würden. Ich fragte ihn, wo seine Sklavin sei und er erzählte mir, das es bei ihnen so üblich sei, dass man die Sklavin auch mal an einen andern Herren verleihen würde. Ich konnte mir das alles zwar nicht so richtig vorstellen, sagte aber nichts weiter dazu.

Jetzt fragte er mich, ob ich noch immer wissen wollte, wie es ist, wenn man gefesselt mit einem Mann schläft. Ich wollte es wissen. So zeigte er mir erst einmal was es alles an „Werkzeug“ für solche Spiele gab. Ich konnte mir die Namen der einzelnen Gegenstände nicht merken. Aber es gab eine Unmenge von Sachen für sowas.

Dann zeigte er mir sein Schlafzimmer. Es war überwältigend. Es war ein großes Zimmer mit schweren roten Vorhängen an den Fenstern. Die Wände waren mit Spiegelfliesen beklebt und in der Mitte des Raumes stand ein großes Messingbett mit einem roten Seidenlacken bezogen. Als ich an die Decke schaute, sah ich auch dort Spiegel.
In den vier Ecken des Raumes standen Lampen, die ein gedämpftes Licht im Raum verbreiteten. Der Teppich war schwarz und sehr weich. Man hatte das Gefühl, man würde in ihm versinken. Auf dem Bett lag lediglich ein Kissen, sonst nichts.

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