Geburtstagsgeschenk für Tina

Nach der letzten Begegnung mit Tina gab es einen neuen, noch ungewohnten Aspekt in unserem Verhältnis, in unserer Liebe. Eine dritte Person war in unsere Zweisamkeit getreten, und hat unser Leben auf das erstaunlichste erweitert. Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass es für uns (und besonders für mich) so einfach sein könnte, mit einer zweiten Frau zu schlafen (oder eher nicht zu schlafen), und trotzdem nicht ‚fremd‘ zu gehen.
Carmen war der gleichen Meinung. Und das war nicht nur eine Vermutung meinerseits. Das Thema war vie zu heikel um ‚Vermutungen‘ anzustellen. Ich habe mit Carmen geredet, und wir waren uns beide schnell einig, dass solche Ausschweifungen unsere Beziehung nicht belasten, und wir es im Gegenteil sogar gerne haben. Es würde unser Leben bereichern. Wir beide waren davon sehr überrascht. Für uns war die Entscheidung getroffen.

Schon wenige Tage nach unserem Abenteuer mit einer neuen Herrin, mit Tina, erhielten wir eine Einladung zu einer Geburtstagsparty. Tinas Geburtstag. Zwar kannte ich Tina nur sehr kurz, aber in der kurzen Zeit wussten wir so viel voneinander, wie man es normalerweise nur schwer erfahren kann. Auf der Party, die ganz groß aufgezogen war, lernte ich auch Tinas Freund kennen, Manfred. Zuerst war ich etwas erstaunt.
Aber bald schon erfuhr ich von Carmen, dass Tina mit Manfred ein ähnliches Abkommen hat wie wir beide. Carmen erzählte mir auch, dass die beiden Mädchen alles Manfred erzählt hätten. Ich hielt es aber für nötig, mit Manfred ein Gespräch unter Männern zu führen. Manfred hatte kurze hellblonde Haare. Er war groß mit breiten Schultern. Er macht auf mich den Eindruck, als sei er sehr kräftig. Allerdings wirken seine Muskeln nicht aufdringlich, seine Haut ist leicht gebräunt, er hat ein spitzbübisches Lächeln, bei dem seine Augen ganz klein werden.

Sein äußeres trat schnell in den Schatten seiner Persönlichkeit. Er war sehr sympathisch, aufgeschlossen. Von Eifersucht keine Spur. Zwar kann er es nicht ganz verstehen, wie es einem Spaß machen kann, sich von einer Frau unterdrücken zu lassen. „Nicht unterdrücken lassen, sich unterwerfen“, verbesserte ich.

„Egal, jedenfalls finde ich es schön, dass es für dich mit Tina so gut war“ Und wie. Ich glaube er hatte überhaupt keine Ahnung von den erstaunlichen dominanten Fähigkeiten seiner Freundin, die sogar meine Herrin, Carmen, einfach um den Finger gewickelt hat. Carmens Hintern sah man jetzt noch die inzwischen lila Striemen an, die Tina ihr beigebracht hatte. Und bei mir war auch noch Spuren sichtbar. Carmen und Tina hatten ihm alles erzählt, und wir redeten noch etwas über unsere tollen Frauen. Er war so offen, und so freundlich, dass ich auch keine Probleme hatte, mit ihm über meine Vorlieben zu reden. Aber es gelang mir eigentlich nicht, meine Begeisterung für „die kleinen Sado-Maso Spiele“, wie er es nannte, zu wecken.

Er war nicht dagegen, und er hatte auch volles Verständnis für alle Neigungen, aber seine Fragen machten mir deutlich, dass er mich nicht verstehen konnte, obwohl er es zumindest versucht hat. Wir führten ein ganz schön langes, und sehr persönliches Gespräch, und erst im Nachhinein wurde mir klar, dass eigentlich nur ich über mein Leben erzählt habe. Er war ein guter geduldiger und interessierter, aufgeschlossener Zuhörer, mit viel Verständnis, ich hatte vom ersten Moment an Vertrauen zu ihm.
Unser Gespräch wurde von Tina unterbrochen, die mich zum Tanzen holte, Manfred schnappte sich meine Carmen. Wir tanzten ausgelassen auf der Tanzfläche. Es war eine tolle Stimmung auf dem Fest. Das ‚Geburtstagskind‘ hatte eine Menge Leute zusammengebracht, die aus sehr verschiedenen Gegenden stammen, und auch sonst sehr verschieden sind. Da gab es Bankangestellte, eine KFZ Mechanikerin AZUBI, mehrere Studenten, Rocker und Popper.

Eine kleine Gruppe sah nach Techno-Fans aus, ein wirklich bunt gemischter Haufen. Aber die gute Stimmung war der beste Beweis dafür, dass Tina die Leute ‚handverlesen‘ hatte. Alles stimmte. Die Party fand in einem als Partyraum ausgebauten Keller statt. Als Sitzgelegenheit (und auch zum liegen) wahren mehrere alte Matratzen auf dem Boden ausgelegt. Nach dem anregenden Gespräch war es jetzt Zeit sich wirklich zu unterhalten. Ich tanzte abwechselnd mit Tina und Carmen, auch Manfred war die ganze Zeit bei uns. Es war wirklich außergewöhnlich. Wir ließen uns durch die Musik antreiben, keiner hatte einen Grund sich darum zu sorgen, dass man auffallen könnte. Wir Vier waren unzertrennlich. Irgendwann ließ ich mich dann ganz schön auf der Musik treiben, der Alkoholspiegel war so weit, dass außer dem Tanz nichts mehr wichtig war. Auch eine Art zu entspannen.

Die durchweg gute Stimmung brachte es mit sich, dass das Fest erst weit nach Mitternacht fertig war. Vielleicht war fertig nicht der richtige Ausdruck, hier und da lagen noch Pärchen auf den Matratzen rum, teilweise waren auch vereinzelt Leute eingeschlafen, die einfach zu viel von den Getränken erwischt hatten. Es tanzten noch zwei Mädchen einen Stehblues auf der Tanzfläche, ganz versunken. Tina hatte es so eingerichtet, dass genug Übernachtungsmöglichkeiten für alle gegeben waren.

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